Wohnmobilstellplatz in Holland: 7 geprüfte Plätze 2026

Direkt hinter den Dünen, zwischen Windmühlen oder mit Busanschluss nach Amsterdam: Ein Wohnmobilstellplatz in Holland kann vieles sein. Manche Camperparks funktionieren wie automatisierte Reisemobilhäfen, andere sind vollständige Campingplätze. Die Preise reichen von rund 16 Euro auf einem kleinen Landplatz bis über 40 Euro an gefragten Küstenstandorten.

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Diese Auswahl umfasst sieben aktuell belegte Übernachtungsplätze in den Niederlanden. „Holland“ wird dabei als gebräuchlicher Suchbegriff verwendet; geografisch liegen nicht alle Ziele in den Provinzen Nord- und Südholland. Zeeland und Friesland gehören zu den Niederlanden, aber nicht zu Holland. Gerade für Küste und Natur wäre eine Beschränkung auf zwei Provinzen wenig hilfreich.

Wohnmobilstellplätze in den Niederlanden im Vergleich

Platz Region Preis 2026 Passt besonders zu
Boulevard Barnaart Zandvoort, Nordholland 20–35 Euro + 6,60 Euro Steuer Nordseestrand, maximal 72 Stunden
De Klepperstee Drive-In Ouddorp, Südholland ab etwa 40 Euro, dynamisch Strand, Familien, ganzjährig
Marina Port Zélande Ouddorp/Brouwersdam 30,50–40,50 Euro + Personensteuer Wassersport und All-inclusive-Service
Camperpark Kinderdijk Alblasserdam, Südholland 22 Euro Windmühlen und Radtouren
CamperPark N205 Vijfhuizen, Nordholland 24 Euro + optional 5 Euro Strom Haarlem, Amsterdam, ÖPNV
Camping Zeeburg Amsterdam ab 34 Euro Städtetrip, Reservierung
It Tún-Hûs Anjum, Friesland 16 Euro + 1,50 Euro p. P. Steuer Ruhe, Wattenmeer und Lauwersmeer

„Ab“-Preise und dynamische Tarife sind keine Garantie für den Reisetag. Zusatzkosten für Personen, Strom, Dusche, Hund oder Kurtaxe unterscheiden sich stark. Öffnen Sie vor der Buchung immer den Live-Kalender oder die aktuelle Tarifseite.

1. Zandvoort Boulevard Barnaart: mit dem Camper am Strand

Die Gemeinde Zandvoort betreibt an der Boulevard Barnaart einen speziellen Parkplatz für 25 Wohnmobile. Er liegt direkt an der Küste und darf höchstens 72 Stunden am Stück genutzt werden. Von März bis einschließlich Oktober kostet er 35 Euro je 24 Stunden; im Winterhalbjahr sind es 20 Euro. Pro 24 Stunden kommen 6,60 Euro Touristensteuer hinzu.

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Eine kostenpflichtige Sanitäranlage steht am Gelände. Das Kennzeichen wird bei Ein- und Ausfahrt gescannt, bezahlt wird am Automaten – nicht per Park-App. Die offizielle ParkeerService-Seite zum Camperplatz Zandvoort erklärt Tarif und Ablauf.

Was Zandvoort besonders macht

Hier kaufen Reisende vor allem Lage, nicht Campingplatzkomfort. Strand, Dünen und Bahnhof sind schnell erreichbar. An sonnigen Wochenenden ist das Umfeld lebhaft, windig und verkehrsreich. Wer Ruhe, große Parzelle oder vollständige Ver- und Entsorgung erwartet, vergleicht besser einen Campingplatz im Hinterland.

Das normale Parken eines Campers im Ort erlaubt keine Übernachtung. Zandvoort schreibt ausdrücklich, dass in einem auf der Straße abgestellten Camper oder Wohnwagen nicht geschlafen werden darf. Nutzen Sie für die Nacht den ausgewiesenen Camperbereich.

2. De Klepperstee in Ouddorp: Drive-In hinter den Dünen

Das Drive-In Camperpark von De Klepperstee bietet 51 befestigte Reisemobilplätze und ist 365 Tage geöffnet. Der Betreiber nennt eigenen Sanitärbereich, Camper-Service, WLAN, Spielmöglichkeiten und eine Schranke, die sich während des Aufenthalts per Zugangscode rund um die Uhr passieren lässt.

Der Nachtpreis ist all-inclusive für ein Wohnmobil mit bis zu sechs Personen; Wasser, Strom, WLAN, Sanitär und Servicestation sind enthalten. Touristensteuer und Haustiere kosten extra. Für 2026 nennt die Buchung einen Einstieg um 40 Euro, doch Datum und Nachfrage verändern den Endpreis. Verbindlich ist nur die Buchungsübersicht. Der Betreiber beschreibt den Drive-In Camperpark mit aktuellen Bedingungen.

Strandnähe richtig einordnen

De Klepperstee liegt hinter den Dünen von Ouddorp. Der Betreiber spricht von ungefähr 900 Metern zur Küste; Nordsee, Grevelingenmeer und Brouwersdam sind in wenigen Fahrminuten erreichbar. Das ist nah am Meer, aber kein Stellplatz mit Blick aus der Frontscheibe auf die Brandung.

Der Platz passt zu Familien und Reisenden, die Infrastruktur schätzen. Wer nur spät ankommt, schläft und früh weiterfährt, bezahlt möglicherweise für Leistungen, die er kaum nutzt. Reservierung und digitaler Zugang machen die Ankunft dafür planbarer.

3. Camperpark Marina Port Zélande: Wassersport am Brouwersdam

Camperpark Marina Port Zélande liegt zwischen Grevelingenmeer und Nordsee. 2026 kostet die Nacht in der Nebensaison 30,50 Euro, in der Hauptsaison und über Weihnachten/Neujahr 40,50 Euro. Wasser, Strom, WLAN, Sanitär und Camper-Service sind im Preis enthalten. Hinzu kommen zwei Euro Touristensteuer je Person und 2,50 Euro für einen Hund.

Anreise ist ab 12 Uhr, Abreise vor 12 Uhr. Mit dem persönlichen Code kann der Platz zwischen 7 und 23 Uhr befahren werden. Die vollständige 2026-Tabelle steht beim Camperpark Marina Port Zélande.

Die Lage ist stark für Surfer, Segler, Taucher und Radfahrer. Salzluft und Wind verlangen sichere Markise, geschlossene Dachhauben bei Böen und regelmäßiges Abspülen empfindlicher Fahrradteile. Kontrollieren Sie vor Buchung, ob die konkrete Parzelle zur Fahrzeuglänge passt.

4. Camperpark Kinderdijk: Windmühlen ohne Tagesparkstress

Camperpark Kinderdijk liegt in Alblasserdam und eignet sich als Basis für das UNESCO-Welterbe Kinderdijk. Die Übernachtung kostet 22 Euro. Touristensteuer, WC sowie Entsorgung von Chemietoilette und Grauwasser sind enthalten. Strom wird mit 0,75 Euro je Kilowattstunde abgerechnet, Wasser mit einem Cent je Liter und Duschen mit einem Euro für vier Minuten.

Einzelne Plätze lassen sich laut Betreiber nicht reservieren; Reservierungen sind Gruppen vorbehalten. Wer an einem Ferienwochenende kommt, braucht einen Ausweichplan. Preise und Adresse nennt die Tarifseite von Camperpark Kinderdijk.

Camperpark und Besucherparkplatz unterscheiden

Das Welterbe betreibt zusätzlich Camper-Tagesparkplätze. Ein Parkticket für den Besuch ist keine Übernachtung. Navigieren Sie zur gebuchten oder ausgewählten Übernachtungsadresse und prüfen Sie die Beschilderung. Für die Mühlenlandschaft ist ein Fahrrad praktisch, solange starker Wind und schmale Wege berücksichtigt werden.

5. CamperPark N205: Haarlem und Amsterdam per Bus

CamperPark N205 liegt in Vijfhuizen zwischen Haarlem, Amsterdam und Schiphol. Eine Parzelle kostet laut Betreiber 22,50 Euro plus 1,50 Euro Steuer. Strom kostet fünf Euro pro Nacht. Wasser, WLAN und Entsorgung sind enthalten; Duschen werden mit einem Euro berechnet. Die Plätze messen ungefähr zehn mal fünf Meter.

Der große Vorteil ist die Haltestelle direkt am Platz. So bleibt das Wohnmobil stehen, während Reisende Haarlem oder Amsterdam mit öffentlichen Verkehrsmitteln besuchen. Flughafennähe kann Fluglärm bedeuten. Wer sehr leicht schläft, sollte aktuelle Betriebszeiten und Bewertungen prüfen.

Die Leistungen und Verbindungen führt die offizielle Seite zu den Einrichtungen des CamperPark N205.

6. Camping Zeeburg: mit dem Wohnmobil nach Amsterdam

Camping Zeeburg liegt im Osten Amsterdams und bietet reguläre Camper-/Caravanplätze bis 7,5 Meter ab 34 Euro sowie Komfortplätze bis zwölf Meter ab 44 Euro. Die kleineren Plätze enthalten zehn Ampere Strom, die Komfortplätze 16 Ampere. Preise ändern sich mit Zeitraum und Belegung; die Stadt erhebt 2026 zusätzlich 12,5 Prozent Touristensteuer.

Für einen mehrtägigen Städtetrip ist die Reservierbarkeit wertvoll. Der Platz ist kein preiswerter Durchreise-Stopp, sondern eine Alternative zum Hotel. Prüfen Sie Fahrzeuglänge einschließlich Träger. Die Buchungsseite von Camping Zeeburg zeigt passende Kategorien und Live-Preise.

Umweltzone vor der Einfahrt prüfen

Amsterdam hat Umwelt- und Null-Emissionszonen. Welche Regel für ein Wohnmobil gilt, hängt von Dieselklasse und Fahrzeugregistrierung als Personenauto, Lieferwagen oder Lkw ab. Auch ausländische Kennzeichen sind betroffen. Die Stadt erklärt die Einordnung auf ihrer Seite zu Umweltzonen für Camper.

Campingplätze können für bestimmte ältere Camper zeitlich begrenzte Ausnahmeverfahren anbieten. Beantragen Sie eine Ausnahme vor der Einfahrt und verlassen Sie sich nicht auf eine alte Forumsaussage.

7. It Tún-Hûs in Friesland: klein, ländlich und günstig

Camperpark It Tún-Hûs liegt bei Anjum im Nordosten Frieslands, nahe Lauwersmeer und Wattenküste. Die offizielle Tourismusseite nennt eine Saison vom 15. März bis 1. November, 16 Euro je Wohnmobil und 1,50 Euro Touristensteuer pro Person und Tag. Haustiere sind erlaubt, Strom und Camper-Service sind vorhanden.

Der Platz passt zu Reisenden, die Ruhe und Landschaft suchen und nicht jeden Abend Animation oder Restaurant brauchen. Dorfzentrum und öffentlicher Verkehr liegen in erreichbarer Nähe, Strand und Naturwasser ungefähr zwei Kilometer entfernt. Aktuelle Angaben listet Friesland.nl zum Camperpark It Tún-Hûs.

Welcher Holland-Stellplatz passt zu wem?

  • Direkt an die Nordsee: Zandvoort bietet die knappste Strandlage, aber eine 72-Stunden-Grenze.
  • Familienkomfort: De Klepperstee verbindet Camperpark, Sanitär und Freizeitangebote.
  • Wassersport: Marina Port Zélande liegt ideal zwischen Brouwersdam und Grevelingenmeer.
  • Kulturlandschaft: Kinderdijk eignet sich für Mühlen und Fahrradtouren.
  • Haarlem und Amsterdam: N205 bietet die praktischste ÖPNV-Anbindung.
  • Amsterdam intensiv: Zeeburg ist teurer, dafür direkt auf mehrtägige Stadtgäste eingestellt.
  • Ruhe und Budget: It Tún-Hûs ist der ländliche Gegenpol zu Küste und Großstadt.

Darf man in den Niederlanden frei im Wohnmobil übernachten?

Ein landesweit einheitlicher Satz beantwortet die Frage nicht sauber. Gemeinden regeln Freizeitübernachtungen häufig in ihrer APV und verbieten das Schlafen außerhalb ausgewiesener Camping- und Camperplätze. Ein legaler Parkplatz ist kein automatischer Übernachtungsplatz. Beschilderung und örtliche Verordnung sind maßgeblich.

Das offizielle Tourismusportal Zeeland betont, dass Camping nur auf offiziellen Camperplätzen und Campingplätzen erlaubt ist. Wer einen Parkplatz als Nachtplatz nutzt, riskiert ein Bußgeld. Unser Ratgeber Wildcampen in den Niederlanden erklärt die APV-Systematik und den aktuellen 170-Euro-Regelsatz ausführlich.

Parken ist kein Camping

Auf einem ausdrücklich freigegebenen Camperplatz bestimmt die Platzordnung, was erlaubt ist. Markise, Tisch, Stühle, Grill, Keile oder Anhänger können selbst dort eingeschränkt sein. Auf einem normalen Parkplatz sprechen diese Dinge klar für Campingverhalten. Halten Sie Parzellengrenzen, Rettungswege und Maximalaufenthalt ein.

Umweltzonen 2026: die Fahrzeugklasse zählt

Niederländische Umweltzonen gelten auch für ausländische Fahrzeuge. Ab 2026 erscheinen neue Verkehrszeichen, die gesperrte Emissionsklassen anzeigen. Für Diesel-Pkw und -Lieferwagen gibt es grüne und blaue Zonen; bei Lkw gelten andere Schwellen. Ein Wohnmobil kann je nach Zulassung unter verschiedene Regeln fallen.

Prüfen Sie vor Stadtfahrten:

  1. Fahrzeugklasse und Emissionsklasse in den deutschen Papieren.
  2. aktuelle Zonenkarte auf Milieuzones.nl.
  3. kommunale Regeln für ausländische Wohnmobile.
  4. mögliche Camping- oder Tagesausnahme vor Einfahrt.
  5. Route zum Stellplatz, ohne versehentlich eine strengere Zone zu kreuzen.

Null-Emissionszone und Umweltzone sind nicht dasselbe. Besonders als Lieferwagen oder Lkw eingetragene Camper brauchen eine genaue Prüfung.

Preise fair vergleichen

Ein Platz für 22 Euro kann mit zwei Personen, Strom und Duschen am Ende 30 Euro kosten. Ein All-inclusive-Platz für 40 Euro kann für Familie und hohen Strombedarf günstiger sein. Vergleichen Sie stets dieselben Leistungen:

  • Grundpreis und eingeschlossene Personenzahl
  • Touristensteuer pro Person oder Fahrzeug
  • Strompauschale oder Verbrauchspreis
  • Dusche, WC, Wasser und Entsorgung
  • Hund, Anhänger und zusätzliches Fahrzeug
  • Reservierungs-, Transaktions- oder Servicekosten
  • Mindestaufenthalt und Stornierungsbedingungen

Bei dynamischen Preisen dokumentiert ein Screenshot der Buchungsübersicht den Endbetrag, ersetzt aber nicht die Bestätigung. Lesen Sie, ob Kurtaxe bereits enthalten ist.

Vier-Tage-Route zwischen Küste, Mühlen und Stadt

  1. Tag 1 – Ouddorp: Anreise zu De Klepperstee oder Port Zélande, Spaziergang am Brouwersdam.
  2. Tag 2 – Kinderdijk: frühe Fahrt, Mühlenlandschaft mit Fahrrad erkunden.
  3. Tag 3 – Vijfhuizen: Wohnmobil am N205 stehen lassen und Haarlem per Bus besuchen.
  4. Tag 4 – Zandvoort: Strandtag; bei voller Küste direkt einen Campingplatz im Hinterland ansteuern.

Amsterdam verdient mindestens zwei Nächte und wird besser als eigener Block über Zeeburg geplant. Zu viele Ortswechsel kosten bei kurzen Distanzen überraschend viel Zeit, weil Einchecken, Entsorgen und Stadtverkehr den Tag zerstückeln.

Praktische Anreise- und Platzcheckliste

  1. Fahrzeuglänge, Höhe und Gewicht mit der Platzkategorie abgleichen.
  2. Live-Preis einschließlich Touristensteuer notieren.
  3. Reservierung oder Kennzeichenerfassung verstehen.
  4. Umweltzonen auf der Anfahrtsroute prüfen.
  5. CEE-Kabel, passende Zahlungsmittel und eigenen Wasserschlauch mitnehmen.
  6. Maximalaufenthalt und Abreisezeit speichern.
  7. Bei Küstenplätzen Windwarnung und Sturmflut-/Wetterlage prüfen.
  8. Einen zweiten legalen Platz im Umkreis bereithalten.

Weitere Küstenoptionen finden Sie in unserer geprüften Auswahl der Campingplätze in Holland am Meer. Sie eignet sich auch für Wohnwagen und Reisende, die mehr Platz als auf einem Camperpark benötigen.

Camperpark, Campingplatz oder Tagesparkplatz?

Die niederländischen Begriffe klingen ähnlich, beschreiben aber unterschiedliche Angebote. Ein „camperplaats“ kann eine einfache kommunale Übernachtungsfläche ohne Sanitär sein. Ein „camperpark“ bietet oft Schranke, Service und parzellierte Flächen. Auf einem regulären Campingplatz sind längere Aufenthalte, Markise und Außenmöbel eher vorgesehen. Die jeweilige Platzordnung bleibt maßgeblich.

Typ Typische Nutzung Vor Buchung prüfen
Tagesparkplatz Besuch ohne Übernachtung Nachtverbot, Höhenbegrenzung, Parkdauer
einfacher Camperplaats eine oder wenige Nächte Entsorgung, Wasser, Maximalaufenthalt
Camperpark kurzer bis mittlerer Aufenthalt Zugangscode, Strom, Personenpreis, Reservierung
Campingplatz Urlaub mit größerer Außenfläche Fahrzeuglänge, Sanitär, Saison, Mindestnächte

Ein in einer App mit Wohnmobilsymbol markierter Parkplatz kann trotzdem nur tagsüber erlaubt sein. Folgen Sie der Beschilderung am Ort. Bei Widerspruch zählt nicht die ältere Community-Beschreibung.

Anreise: schmale Straßen, Deiche und Fahrräder

Das niederländische Hauptstraßennetz ist gut ausgebaut. Die letzten Kilometer zu Küsten-, Polder- und Hafenplätzen können eng sein. Navigationsgeräte schicken große Fahrzeuge gelegentlich über Deichstraßen, Wohngebiete oder für Gewicht und Breite ungeeignete Brücken. Nutzen Sie die Betreiberroute und kontrollieren Sie Verkehrszeichen.

Radfahrer haben eine starke eigene Infrastruktur und werden an Kreuzungen leicht übersehen. Prüfen Sie vor jedem Abbiegen beide Spiegel und Schulterbereich, besonders bei getrennten Radwegen mit Vorfahrt. Beim Öffnen der Tür hilft der Griff mit der weiter entfernten Hand: Der Oberkörper dreht sich und der Blick geht eher nach hinten.

Wind ist ein Fahr- und Platzthema

Offene Polder, Dämme und Brücken bieten wenig Schutz. Reduzieren Sie bei Seitenwind die Geschwindigkeit, halten Sie Abstand und überholen Sie nicht unter Zeitdruck. Auf dem Platz wird die Markise bei Böen eingefahren, auch wenn sie abgespannt ist. Dachhauben und leichte Fahrradhüllen reagieren ebenfalls empfindlich.

Wasser und Entsorgung ohne Missverständnisse

„Water“ in einer Ausstattungsliste sagt nicht immer, ob Trinkwasser direkt an der Parzelle liegt oder nur an einer Servicestation verfügbar ist. Füllen Sie mit eigenem sauberen Schlauch und passendem Adapter. Berühren Schlauchende oder Tankdeckel den Boden, werden sie vor dem Anschluss gereinigt.

Grauwasser darf nicht in Straßenabläufe, Dünen oder Poldergräben. Chemietoiletten brauchen den gekennzeichneten Ausguss; Sanitärzusätze müssen zur Anlage passen. Fragen Sie bei naturbasierten Klärsystemen nach zugelassenen Produkten. Ein kostenloser Platz ist kein Grund, Entsorgung zu improvisieren.

Wintercamping in den Niederlanden

Ganzjährig geöffnet bedeutet nicht, dass alle Leistungen ganzjährig laufen. Sanitärgebäude, Frischwasserzapfstellen oder Restaurants können bei Frost geschlossen sein. Zandvoort reduziert im Winter den Tarif, De Klepperstee bleibt ganzjährig geöffnet, kleinere Landplätze haben dagegen feste Saisonzeiten.

Prüfen Sie Frostschutz, Gasvorrat, Heizung, isolierten Wasserschlauch und die tatsächliche Stromabsicherung. Küstenwind erhöht den Wärmeverlust. Ein Platz ohne beheiztes Sanitär ist im Januar ein anderes Produkt als im Juli.

Mit Hund an Küste und in Naturgebiete

Hunderegeln unterscheiden sich nach Gemeinde, Strandabschnitt und Saison. Ein Campingplatz kann Hunde erlauben, während der nächstgelegene Badestrand sie tagsüber ausschließt. Leinenpflicht schützt Weidetiere und Brutvögel in Dünen, Salzwiesen und Poldern. Karten am Zugang sind aktueller als eine allgemeine Aussage des Stellplatzführers.

Planen Sie Schatten und Trinkwasser. Auf offenem Asphalt wird es schnell heiß. Lassen Sie den Hund nicht allein im geschlossenen Fahrzeug und entfernen Sie Hinterlassenschaften auch abseits des Ortes.

Eine Woche von Zeeland bis Friesland

  1. Nächte 1–2, Ouddorp: De Klepperstee oder Port Zélande, Nordsee und Brouwersdam.
  2. Nacht 3, Kinderdijk: Mühlenlandschaft am Abend und frühen Morgen.
  3. Nächte 4–5, Vijfhuizen oder Amsterdam: Haarlem und Amsterdam ohne tägliches Umparken.
  4. Nacht 6, Zandvoort: Küste; bei Sturm oder Vollbelegung ins Hinterland ausweichen.
  5. Nächte 7–8, Friesland: It Tún-Hûs als ruhiger Abschluss bei Lauwersmeer und Wattenmeer.

Diese Route ist kein Kilometer-Sammelspiel. Zwei Nächte an den großen Standorten lassen Zeit für Fahrrad und öffentlichen Verkehr. Wer nur fünf Tage hat, streicht Friesland oder Amsterdam, statt jeden Morgen die Ver- und Entsorgung zu wiederholen.

Buchungsbestätigung richtig lesen

Kontrollieren Sie Name des Platzes, Adresse, An- und Abreisedatum, Fahrzeugkategorie, Personenzahl, Hund, Strom und Steuer. Bei automatischen Schranken müssen Kennzeichen oder Zugangscode exakt stimmen. Speichern Sie Bestätigung und Notfallnummer offline.

Stornierungsbedingungen variieren. Dynamische Preise können bei einer Verlängerung höher sein als bei der ursprünglichen Buchung. Manche Betreiber stellen einen neuen Code aus; andere verlängern an der Rezeption. Klären Sie das, bevor die erste Buchung abläuft.

FAQ: Wohnmobilstellplatz in Holland

Darf man in Holland auf einem normalen Parkplatz im Wohnmobil schlafen?

Nicht pauschal. Viele Gemeinden verbieten Freizeitübernachtungen außerhalb ausgewiesener Camping- und Camperplätze über ihre örtliche APV. Ein erlaubter Parkplatz ist daher nicht automatisch ein legaler Schlafplatz.

Welcher Wohnmobilstellplatz in Holland liegt direkt am Strand?

Der kommunale Camperparkplatz an der Boulevard Barnaart in Zandvoort liegt unmittelbar an der Küste. Er bietet 25 Plätze, ist auf 72 Stunden begrenzt und kostet saisonabhängig zuzüglich Touristensteuer.

Was kostet ein Wohnmobilstellplatz in den Niederlanden?

In dieser Auswahl reichen die Grundpreise 2026 von 16 Euro auf einem kleinen friesischen Platz bis über 40 Euro an gefragten Küsten- und Stadtstandorten. Strom, Personensteuer und Sanitärleistungen können hinzukommen.

Brauchen deutsche Wohnmobile eine Umweltplakette in Holland?

Es geht nicht um eine deutsche Plakette, sondern um niederländische Umwelt- und Null-Emissionszonen. Regeln hängen von Dieselklasse und Fahrzeugregistrierung ab und gelten auch für ausländische Kennzeichen. Prüfen Sie Zone und Kommune vor der Einfahrt.

Sollte man Camperplätze in Holland reservieren?

An Küsten, in Amsterdam und während Ferien oder Feiertagen ist eine Reservierung sinnvoll, sofern der Platz sie anbietet. Manche Camperparks wie Kinderdijk nehmen keine Einzelreservierungen an; dort gehört ein Ausweichplatz zur Planung.

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