Wohnwagen überladen – Tipps zur Gewichtsreduzierung

Als begeisterter Camper ist der Wohnwagen dein Zuhause auf Rädern. Doch Vorsicht ist geboten: Ist dein Wohnwagen überladen, kann das gefährlich werden. Erfahre hier, wie du Gewicht sparen und dein Fahrzeug sicherer machen kannst.

Warum ist Überladen gefährlich?

Ein überladener Wohnwagen kann zu instabilen Fahreigenschaften führen. Insbesondere in Kurven und beim Bremsen kann das Fahrzeug schwer kontrollierbar werden. Auch der Reifenverschleiß und der Spritverbrauch nehmen zu. In Deutschland drohen bei einer Überladung zudem Bußgelder.

Welches Gewicht ist erlaubt?

Bevor du dich mit der Gewichtsreduzierung auseinandersetzt, musst du wissen, wie viel Gewicht dein Wohnwagen überhaupt zulässt. Diese Angabe findest du in den Fahrzeugpapieren unter der Rubrik „zulässiges Gesamtgewicht“. Hier ist das Gewicht des Wohnwagens inklusive Beladung angegeben, das nicht überschritten werden darf.

Wie kannst du Gewicht sparen?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Gewicht zu sparen. Ein erster Schritt ist das Ausmisten: Prüfe kritisch, welche Gegenstände du wirklich brauchst und welche entbehrlich sind. Verzichte auf schwere Bücher oder zeitraubende Spiele und wähle stattdessen leichtere Alternativen. Auch bei der Kleidung solltest du sparsamer sein. Verzichte auf zu viele Outfits und wähle leichtere Stoffe.

Eine weitere Möglichkeit ist die Optimierung der Ladung. Verteile schwere Gegenstände gleichmäßig im Wohnwagen und achte darauf, dass das Gewicht nicht einseitig verteilt ist. Nutze auch die Möglichkeit, Gegenstände auf dem Fahrzeugdach zu verstauen. Allerdings solltest du hier auf die zulässige Dachlast achten und darauf achten, dass die Ladung sicher befestigt ist.

Zudem kannst du auch beim Zubehör Gewicht sparen. Wähle beispielsweise leichtere Tische und Stühle aus Aluminium statt schwerem Holz. Auch bei der Küchenausstattung gibt es Möglichkeiten zur Gewichtsreduzierung. Wähle leichtere Töpfe und Pfannen oder verzichte auf sperrige Elektrogeräte.

Wie kannst du das Gewicht kontrollieren?

Um zu kontrollieren, ob dein Wohnwagen überladen ist, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Ein erster Schritt ist die Kontrolle des Gesamtgewichts. Hierfür gibt es spezielle Waagen, die du beispielsweise auf Campingplätzen nutzen kannst.

Auch eine Kontrolle der Achslast ist wichtig. Hierfür gibt es spezielle Achslastwaagen. Achte darauf, dass du das Gewicht gleichmäßig auf beide Achsen verteilst, um eine Überlastung zu vermeiden.

Zudem gibt es auch die Möglichkeit, die Reifentragfähigkeit zu überprüfen. Hierfür solltest du die maximale Belastbarkeit der Reifen kennen. Diese ist auf der Flanke des Reifens angegeben und darf nicht überschritten werden.

Fazit: Sicher und entspannt unterwegs

Ein überladener Wohnwagen kann zu gefährlichen Fahrsituationen führen. Deshalb ist es wichtig, das Gewicht deines Wohnwagens im Blick zu behalten und gegebenenfalls zu reduzieren. Durch das Ausmisten, die Optimierung der Ladung und die Wahl von leichterem Zubehör kannst du Gewicht sparen und dein Fahrzeug sicherer machen.

Zusätzlich solltest du auch die Kontrolle des Gesamtgewichts, der Achslast und der Reifentragfähigkeit regelmäßig durchführen. Nur so kannst du sicherstellen, dass dein Wohnwagen nicht überladen ist und du sicher und entspannt unterwegs sein kannst.

Also, denk daran: Ein sicherer Wohnwagen ist ein glücklicher Wohnwagen. Genieße deine Reise in vollen Zügen und komm sicher an deinem Ziel an.


FAQ:

Überladen kann teuer werden: Bußgelder und Strafen

Überladung kann nicht nur gefährlich sein, sondern auch teuer werden. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Bußgeldern und Strafen rechnen. Doch was kostet Überladen eigentlich? Wie viel Prozent darf man überladen sein? Und wer zahlt bei Überladung? In diesem Artikel geben wir Antworten auf diese und weitere Fragen.

Was kostet Überladen?

Die Höhe des Bußgeldes für Überladung hängt von der Menge der Überschreitung ab. Wenn der Anhänger bis zu 100 kg mehr als zulässig wiegt, also bis zu 2100 kg – was einer Überladung von fünf Prozent entspricht – werden 10 Euro Bußgeld fällig. Wiegt er zwischen 100 und 200 kg mehr als maximal zulässig – also bis zu 2200 kg, was einer Überladung von zehn Prozent entspricht – werden 30 Euro Bußgeld fällig.

Die Toleranz für Überladung liegt bei 5 % des zulässigen Gesamtgewichts bei Fahrzeugen bis 10 t. Bei einer Überschreitung von 6 % bis zu 15 % beträgt das Bußgeld 301 Euro bis 400 Euro. Wird das zulässige Gesamtgewicht um 15 % bis 25 % überschritten, muss man mit Strafen zwischen 1.501 Euro und 2.000 Euro rechnen.

Wenn ein PKW überladen ist, fallen für Fahrzeughalter und Fahrzeugführer ab einer Überschreitung von 5 Prozent (mit zGG bis zu 7,5 Tonnen) 10 Euro Bußgeld an. Ab einer Überschreitung von 20 Prozent wird dann nicht nur ein Bußgeld in Höhe von 95 Euro fällig, sondern auch ein Punkt in Flensburg verbucht.

In Österreich gilt: Fahrzeuge bis 3,5 t: bis 100 kg Überladung ca. 85 Euro, ab 6 % Überladung ca. 170 Euro, ab 15 % Überladung Anzeige und individuelle Strafzumessung.

Wie viel Prozent darf man überladen sein?

Der Bußgeldkatalog zur Überladung sieht eine Toleranzgrenze von 5 Prozent vor. Erst wenn das zulässige Gesamtgewicht um mehr als 5 Prozent überschritten wird, gibt es laut StVO einen Bußgeldbescheid. Der kann je nach Grad des Verstoßes bei 10 Euro bis 235 Euro liegen.

Was passiert bei Überladung?

Überladung kann nicht nur teuer werden, sondern auch gefährlich. Wenn ein Wohnwagen oder Anhänger überladen ist, kann es zu einem Kontrollverlust kommen. Doch welche Strafen drohen, wenn man überladen ist?

Ab 5 Prozent Überladung muss man in Deutschland mit einem Bußgeld von 10 Euro rechnen. Bei 10 Prozent Überladung werden 30 Euro fällig. Ab 20 Prozent Überladung muss man mit einem Bußgeld von 95 Euro und einem Punkt in Flensburg rechnen. Ab einer Überladung um mehr als 15 Prozent: 35 Euro. Überladung um mehr als 25 Prozent: 140 Euro Bußgeld, 1 Punkt. Wenn die Überladung noch höher ausfällt, wird es noch teurer. Bei einer Überladung um mehr als 30 Prozent droht ein Bußgeld von 235 Euro und ein Punkt in Flensburg.

Doch nicht nur für den Fahrer, sondern auch für den Halter kann Überladung teuer werden. Kam es zu einer Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts, müssen beide eine Strafe bezahlen.

Wie wird Überladung gemessen?

Um die Überladung zu messen, wird das Gewicht des Anhängers oder Wohnwagens gewogen. Dabei wird das Gewicht der Deichsel dem Auto aufaddiert. Andere Quellen besagen, dass der Wohnwagen abgehängt und auf eine Waage gestellt werden sollte, um das maximale Gewicht zu ermitteln. Alternativ können auch die Radlasten gewogen werden.

Wie vermeidet man Überladung?

Um Überladung zu vermeiden, sollte man vorab das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs kennen und die Ladung dementsprechend planen. Zieht man das Leergewicht des Fahrzeugs (ohne Fahrer, inklusive Bordwerkzeug und vollem Tank) vom zulässigen Gesamtgewicht ab, erhält man das maximale Gewicht der Zuladung. Dabei sollten alle Insassen bei der Berechnung berücksichtigt werden.

Bei der Beladung des Fahrzeugs sollte man darauf achten, dass schwere Gegenstände unten in der Nähe der Achse verstaut werden. Für mittelschweres Gepäck eignen sich die bodennahen Staukästen.

Wie hoch darf die Stützlast sein?

Die Stützlast gibt an, wie viel Gewicht auf die Anhängerkupplung des Autos drücken darf. Es ist wichtig, dass man diese Vorgabe einhält, um eine Überlastung des Fahrzeugs zu vermeiden. Wer die zulässige Stützlast überschreitet, muss mit einem Verwarngeld von 25 Euro rechnen. Bei schweren Verstößen kann es sogar zu einem Bußgeld von 60 Euro und einem Punkt in Flensburg kommen.

Wie weit darf die Ladung hinausragen?

Die Vorschriften zur Überladung gelten nicht nur für das Gewicht der Ladung, sondern auch für die Abmessungen. Wie weit die Ladung hinausragen darf, hängt von der Fahrtstrecke ab. Bei Wegstrecken bis zu 100 Kilometer darf die Ladung bis zu 3 Meter nach hinten hinausragen. Bei Wegstrecken über 100 Kilometer darf die Ladung bis zu 1,50 Meter nach hinten hinausragen.

Überladung kann teuer werden und sogar gefährlich sein. Wer sich nicht an die Vorgaben hält, muss mit Bußgeldern und Strafen rechnen. Um Überladung zu vermeiden, sollte man vorab das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs kennen und die Ladung dementsprechend planen. Dabei sollten die Insassen und die Stützlast berücksichtigt werden.

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