Wohnmobilstellplätze am Niederrhein: 7 geprüfte Plätze
Rheinpromenade, Römerstadt oder Wallfahrtsort? Bei der Suche nach einem Wohnmobilstellplatz am Niederrhein entscheidet nicht allein der Preis. Für eine ruhige Nacht zählt die Lage, für einen längeren Aufenthalt die Ausstattung – und wer mit Hund, Fahrrad oder großem Reisemobil anreist, schaut noch einmal genauer hin.
Diese Auswahl basiert auf aktuell veröffentlichten Angaben der Betreiber, Kommunen und der offiziellen Tourismusorganisation. Sie ist keine gekaufte Rangliste. Die sieben Plätze decken unterschiedliche Reisearten ab: stadtnah, naturnah, besonders günstig oder mit vollständiger Ver- und Entsorgung. Tarife und Leistungen können sich kurzfristig ändern; prüfen Sie sie vor der Abfahrt noch einmal auf der verlinkten Betreiberseite.
Wohnmobilstellplätze am Niederrhein im Vergleich
| Stellplatz | Plätze | Preis pro Nacht | Passt besonders zu |
|---|---|---|---|
| Xanten | 80 | ab 17 Euro | Römerpark, Zentrum, längerer Aufenthalt |
| Rees, Ebentalstraße | 46 | 15 Euro | Rheinpromenade und Altstadt |
| Kevelaer, Den Heyberg | 150 | 13 Euro | Wallfahrtsstadt, große Fahrzeuge |
| Kevelaer, Solegarten | 8 | kostenfrei | kurzer Stopp ohne Servicebedarf |
| Moers, ENNI | 11 | 10 Euro | verbindliche Onlinebuchung |
| Uedem, Bergstraße | 26 | ab 12 Euro | ruhiger Ausgangspunkt für Radtouren |
| Wesel, Römerwardt | 45 | aktuell beim Betreiber prüfen | Rheinaue, Auesee und Stadtbesuch |
Die Preise beziehen sich auf den veröffentlichten Stand im August 2026. Strom, Dusche oder Frischwasser sind nicht überall eingeschlossen. Gerade bei mehreren Nächten kann ein zunächst günstiger Platz durch Verbrauchskosten teurer werden als ein Pauschaltarif.
Sieben Stellplätze am Niederrhein im Detail
1. Wohnmobilpark Xanten: komfortabel zur Römerstadt
Der Wohnmobilpark Xanten ist die vielseitigste Adresse dieser Auswahl. Auf 80 Parzellen stehen Standard- und Komfortplätze zur Verfügung. Standardplätze beginnen bei 17 Euro, Komfortplätze bei 22 Euro pro Nacht. Ver- und Entsorgung, Müllentsorgung sowie WLAN sind laut Betreiber enthalten. Strom kostet pauschal 4,50 Euro; für die Sanitärnutzung werden 2,50 Euro pro Person berechnet.
Vom Platz sind es ungefähr 600 Meter bis in die Innenstadt. Damit lassen sich Dom, Marktplatz und Gastronomie zu Fuß erreichen. Auch der Archäologische Park Xanten liegt nah genug für einen Ausflug ohne Parkplatzsuche. Wer zwei oder drei Nächte bleiben möchte, bekommt hier die bessere Infrastruktur als auf einem reinen Übernachtungsplatz.
Der Park ist ganzjährig geöffnet. Die aktuellen Kategorien, Belegungsregeln und Nebenkosten veröffentlicht der Wohnmobilpark Xanten. Bei Veranstaltungen und an langen Wochenenden lohnt sich ein früher Blick auf die Verfügbarkeit.
2. Rees: vom Stellplatz in acht Minuten an den Rhein
Der kommunale Reisemobilstellplatz an der Ebentalstraße bietet 46 Plätze. Die Stadt Rees nennt 15 Euro pro Tag einschließlich Strom und Frischwasser. Die externe Ver- und Entsorgungsstation kann gegen drei Euro auch von Durchreisenden genutzt werden. Reservierungen sind nicht möglich; Wohnwagen dürfen den ausdrücklich für Reisemobile vorgesehenen Platz nicht nutzen.
Der große Pluspunkt ist die Lage. Nach Angaben der Stadt dauert der Fußweg zur Rheinpromenade und ins Zentrum ungefähr acht Minuten. So passt Rees gut zu Reisenden, die abends essen gehen und am nächsten Morgen direkt am Fluss starten möchten. Wer spät an einem sonnigen Wochenende eintrifft, sollte einen Ausweichplatz kennen, weil es keine Platzgarantie gibt.
Gebühren, Anfahrt und Platzregeln stehen auf der offiziellen Seite der Stadt Rees.
3. Kevelaer Den Heyberg: viel Platz und vollständiger Service
Mit 150 Stellflächen ist Den Heyberg die große, planbare Option in Kevelaer. Der veröffentlichte Tarif beträgt 13 Euro und umfasst Strom, Wasser sowie Entsorgung. Das macht die Kosten transparent, besonders wenn Kühlschrank, Heizung oder Fahrradakkus Strom benötigen.
Kevelaer lohnt sich nicht nur für die Wallfahrtsstätten. Cafés, Innenstadt und die ebenen Radwege des Niederrheins machen den Ort zu einer brauchbaren Basis für mehrere Tage. Auf einem großen Platz variiert die Ruhe je nach Position. Wer empfindlich schläft, sucht sich nach Möglichkeit eine Parzelle fern von Einfahrt, Entsorgungsstation und Hauptwegen.
Die Stadt bündelt die Angaben zu Den Heyberg und ihren weiteren Reisemobilplätzen auf der Seite Camping in Kevelaer.
4. Kevelaer Solegarten: kostenlos, aber ohne Ver- und Entsorgung
Am Solegarten St. Jakob stehen acht kostenfreie Reisemobilplätze bereit. Der Unterschied zu Den Heyberg ist erheblich: Es gibt dort keine Ver- und Entsorgung. Für autarke Fahrzeuge und eine kurze Übernachtung kann der Platz trotzdem attraktiv sein. Wer Wasser auffüllen, Grauwasser ablassen oder die Bordtoilette leeren muss, fährt besser direkt Den Heyberg an.
Der kostenlose Tarif ist kein Freibrief für Campingverhalten. Markise, Tisch und Stühle gehören nur dorthin, wo Betreiber und örtliche Regeln es erlauben. Halten Sie Rettungs- und Fahrwege frei und nehmen Sie Abfall wieder mit, wenn Behälter voll sind.
5. Moers: kleiner Stellplatz mit verbindlicher Onlinebuchung
Der ENNI-Wohnmobilstellplatz in Moers hat elf Parzellen und kostet zehn Euro pro Nacht. Wasser, Strom sowie Ver- und Entsorgung sind vorhanden. Der Platz ist ganzjährig geöffnet. Anders als bei vielen kommunalen Stellplätzen funktioniert die Nutzung nur mit vorheriger Onlinebuchung.
Diese Regel ist praktisch: Wer eine Bestätigung erhält, muss nicht auf gut Glück anreisen. Spontane Gäste ohne Buchung stehen allerdings vor verschlossener Tür. Die Innenstadt ist laut Betreiber in rund 20 Minuten zu Fuß erreichbar. Reservierung, Zufahrt und Leistungen finden Sie direkt bei ENNI Moers.
6. Uedem Bergstraße: ruhige Basis für den ländlichen Niederrhein
Der Stellplatz an der Bergstraße verfügt über 26 Plätze. Die Übernachtung beginnt bei zwölf Euro, Strom wird mit 0,80 Euro pro Kilowattstunde abgerechnet. Ver- und Entsorgung sind vorhanden. Bis zum Ortskern werden acht bis zehn Gehminuten angegeben.
Uedem ist weniger auf großes Sightseeing zugeschnitten als Xanten oder Rees. Genau das kann der Vorteil sein. Der Ort liegt günstig für Radetappen durch Felder, Alleen und kleine Dörfer. Vor der Anfahrt mit sehr langem Mobil empfiehlt sich ein Blick auf Zufahrt und verfügbare Parzellen. Die offizielle Beschreibung führt Niederrhein Tourismus.
7. Wesel Römerwardt: zwischen Stadt, Rhein und Auesee
Der Reisemobilstellplatz Römerwardt ist für 45 Fahrzeuge ausgelegt. Seine Stärke ist der Mix aus Natur und Stadt: Die Rheinaue liegt vor der Tür, der Auesee und Wesel sind gut erreichbar. Der Platz eignet sich damit für Radfahrer, Spaziergänger und Reisende, die nicht mitten im Zentrum übernachten möchten.
Hochwasser kann an Rheinstandorten Zufahrten oder nutzbare Flächen beeinflussen. Prüfen Sie bei außergewöhnlich hohen Pegeln die Betreiberhinweise und ignorieren Sie keine Sperren. Auch Preise und saisonale Leistungen sollten kurz vor der Reise abgeglichen werden. Eine aktuelle Basis liefert die offizielle Tourismusseite zu Römerwardt.
Welcher Niederrhein-Stellplatz passt zu Ihrer Reise?
- Für Kultur und mehrere Nächte: Xanten verbindet gute Infrastruktur mit kurzer Distanz zur Stadt.
- Für die Rheinpromenade: Rees ist kompakt, stadtnah und preislich klar kalkulierbar.
- Für Autarkie zum Nulltarif: Solegarten Kevelaer passt für kurze Aufenthalte ohne Servicebedarf.
- Für planbare Ankunft: Moers bietet als kleiner Platz eine Onlinebuchung.
- Für Rad und Ruhe: Uedem oder Wesel sind gute Ausgangspunkte abseits des dichtesten Stadtbetriebs.
Fahren Sie mit einem Wohnwagen, prüfen Sie die Fahrzeugart besonders sorgfältig. Ein Reisemobilstellplatz ist nicht automatisch für Gespanne zugelassen. Campingplätze sind dann meist die rechtssichere und komfortablere Wahl. Weitere Vergleichskriterien erklärt unser Ratgeber zum Wohnmobilstellplatz am Steinhuder Meer. Für eine Tour Richtung Nordsee hilft der Überblick zum Wohnmobilstellplatz in Cuxhaven.
Vier Tage am Niederrhein: eine sinnvolle Stellplatz-Kombination
- Tag 1 – Xanten: Anreise, Altstadt und Dom; am Folgetag Besuch im Archäologischen Park.
- Tag 2 – Rees: kurze Etappe, Spaziergang an der Rheinpromenade und Abend in der Altstadt.
- Tag 3 – Kevelaer: Wallfahrtsstadt und Solegarten; bei Servicebedarf Den Heyberg wählen.
- Tag 4 – Wesel: Radtour durch die Rheinaue oder zum Auesee, danach Weiterreise.
Planen Sie die Route nicht zu eng. Wochenenden, Märkte und Feiertage erhöhen den Andrang. Ohne Reservierung ist ein zweiter Platz im Umkreis von 15 bis 25 Kilometern mehr wert als ein minutiöser Zeitplan. Kontrollieren Sie vor jeder Etappe Ankunftszeiten, Maximalaufenthalt, Fahrzeuglänge und Bezahlart.
Vor Ort richtig ankommen: sechs kurze Checks
Lesen Sie die Platztafel, bevor Sie eine Parzelle beziehen. Dort stehen Höchstaufenthalt, Bezahlfrist, Abreisezeit und Regeln für Markise oder Anhänger. Fotografieren Sie Tarif und Automatennummer; bei einer Störung haben Sie die Angaben sofort zur Hand. Prüfen Sie danach, ob der Überhang innerhalb der Parzelle bleibt und eine Heckgarage noch sicher geöffnet werden kann.
Stromsäulen rechnen je nach Ort pauschal, nach Kilowattstunde oder per Münze ab. Ein Display mit Restguthaben gehört nicht automatisch zu Ihrer Buchung – lesen Sie die Anleitung. Für Frischwasser nutzen Sie einen eigenen sauberen Schlauch. Der Schlauch an der Toilettenentsorgung darf niemals den Trinkwassertank füllen.
Vor der Abfahrt stehen drei Handgriffe an: Kabel abziehen, Trittstufe einfahren und alle Dachfenster schließen. Entsorgen Sie Grau- und Schwarzwasser nur an den vorgesehenen Punkten. Dieser saubere Ablauf schützt den Platz und verhindert, dass Kommunen gut gelegene Reisemobilflächen wegen Beschwerden wieder einschränken.
FAQ: Wohnmobilstellplätze am Niederrhein
Welcher Wohnmobilstellplatz am Niederrhein liegt besonders stadtnah?
Rees liegt ungefähr acht Gehminuten von Rheinpromenade und Zentrum entfernt. In Xanten sind es rund 600 Meter bis zur Innenstadt. Beide eignen sich gut, wenn das Wohnmobil während des Aufenthalts stehen bleiben soll.
Kann man Wohnmobilstellplätze am Niederrhein reservieren?
Das ist je nach Platz verschieden. Moers verlangt eine Onlinebuchung, in Rees sind Reservierungen nicht möglich. Prüfen Sie die jeweilige Betreiberseite und halten Sie bei Plätzen ohne Reservierung eine Alternative bereit.
Dürfen Wohnwagen auf Reisemobilstellplätzen am Niederrhein stehen?
Nicht automatisch. Der Platz in Rees ist ausdrücklich Reisemobilen vorbehalten. Gespanne sollten vorab die Platzordnung prüfen oder einen Campingplatz wählen, der Wohnwagen eindeutig zulässt.
Gibt es kostenlose Wohnmobilstellplätze am Niederrhein?
Am Solegarten in Kevelaer stehen acht kostenfreie Plätze zur Verfügung. Dort gibt es keine Ver- und Entsorgung. Der Platz passt deshalb vor allem zu autarken Reisemobilen und kurzen Aufenthalten.
Was sollte man vor der Anreise zum Niederrhein-Stellplatz prüfen?
Kontrollieren Sie Preis, Bezahlart, maximale Fahrzeuglänge, Reservierungsregel, Maximalaufenthalt und enthaltene Leistungen. An Rheinstandorten kommen bei Hochwasser mögliche Zufahrts- oder Platzsperren hinzu.
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